Grundsätzlich ist Kohlenstoffstahl für „trockenes“ Chlor ein problemloses Material. Chlorflaschen von Kunden, z.T. mit Baujahr 1959, dokumentieren dies eindrucksvoll. Bei Edelstahllegierungen ist jedoch der Kohlenstoffstahlanteil in der Legierung strukturiert. Sogar Edelstahlspeziallegierungen wie 1.4571, welche als bedingt Chlorbeständig in der Industrie eingesetzt werden, bauen eine Eisenchlorverbindung krustenartig an der Oberfläche auf. Der Austrag ist nur auf der Oberfläche. Ein Zersetzen der Oberfläche kommt bei trockenem Chlor nicht vor. Bei feuchtem Chlor (defekte Verschlussmutterdichtung) dauert ein Zersetzen von Edelstahl viel länger als von Messing oder Stahl.

Deshalb bieten die Edelstahleinsätze der 5-Jahres-ventile grundsätzlich einen hohen Schutz vor großen Störfällen (z.B. durch Durchfressen des Dichtsitzes oder durch Ausbrechen des Dichtkegels bei der Unterspindel). Der Nachteil dieser Edelstahl-Ventile besteht in der braunen Eisen-Chlorverbindung, die sich locker auf der Oberfläche ablagert. Ab einer bestimmten Schichtdicke kann ein so verunreinigter Dichtsitz nicht mehr zu 100% abgedichtet werden. Das Ergebnis ist, dass beim Öffnen der Verschlussmutter ein Chlorgasdruck unter der Verschlussmutter herrscht. Es handelt sich hierbei um eine begrenzte Menge von circa 10 bis 20 cm³ Chlorgas.

Diese Menge kann jedoch schon ausreichen, um einen Chlorgasalarm auszulösen mit den bekannten Folgen Berieselung, dann Schäden an der Technik und Alarmierung mit Feuerwehreinsatz usw. Zudem gilt das Minimierungsgebot bezüglich der Exposition von Bedienpersonal mit Chemikalien!

Die sinnvolle und wirtschaftliche Lösung zur Vermeidung dieser Probleme ist die Verwendung eines Messingventils mit einem Hastelloy C 4-Einsatz der Firma C+S Chlorgas.

Die Chlorgasflaschen von team AquaTec sind mit Chlorflaschenventilen der Firma C+S Chlorgas ausgestattet und bieten daher einen wesentlich besseren Schutz durch Verwendung dieser einzigartigen Materialkombination in Punkto Beständigkeit und Langlebigkeit.