Grundsätzlich ist Kohlenstoffstahl für „trockenes“ Chlor ein problemloses Material. Chlorflaschen von Kunden, z.T. mit Baujahr 1959, dokumentieren dies eindrucksvoll. Bei Edelstahllegierungen ist jedoch der Kohlenstoffstahlanteil in der Legierung strukturiert. Sogar Edelstahlspeziallegierungen wie 1.4571, welche als bedingt Chlorbeständig in der Industrie eingesetzt werden, bauen eine Eisenchlorverbindung krustenartig an der Oberfläche auf. Der Austrag ist nur auf der Oberfläche. Ein Zersetzen der Oberfläche kommt bei trockenem Chlor nicht vor. Bei feuchtem Chlor (defekte Verschlussmutterdichtung) dauert ein Zersetzen von Edelstahl viel länger als von Messing oder Stahl.

Deshalb bieten die Edelstahleinsätze der 5-Jahres-ventile grundsätzlich einen hohen Schutz vor großen Störfällen (z.B. durch Durchfressen des Dichtsitzes oder durch Ausbrechen des Dichtkegels bei der Unterspindel). Der Nachteil dieser Edelstahl-Ventile besteht in der braunen Eisen-Chlorverbindung, die sich locker auf der Oberfläche ablagert. Ab einer bestimmten Schichtdicke kann ein so verunreinigter Dichtsitz nicht mehr zu 100% abgedichtet werden. Das Ergebnis ist, dass beim Öffnen der Verschlussmutter ein Chlorgasdruck unter der Verschlussmutter herrscht. Es handelt sich hierbei um eine begrenzte Menge von circa 10 bis 20 cm³ Chlorgas.

Diese Menge kann jedoch schon ausreichen, um einen Chlorgasalarm auszulösen mit den bekannten Folgen Berieselung, dann Schäden an der Technik und Alarmierung mit Feuerwehreinsatz usw. Zudem gilt das Minimierungsgebot bezüglich der Exposition von Bedienpersonal mit Chemikalien!

Die sinnvolle und wirtschaftliche Lösung zur Vermeidung dieser Probleme ist die Verwendung eines Messingventils mit einem Hastelloy C 4-Einsatz der Firma C+S Chlorgas.

Die Chlorgasflaschen von team AquaTec sind mit Chlorflaschenventilen der Firma C+S Chlorgas ausgestattet und bieten daher einen wesentlich besseren Schutz durch Verwendung dieser einzigartigen Materialkombination in Punkto Beständigkeit und Langlebigkeit.

 

Am 01. Februar 2021  ist die  Verordnung  (EU)  2019/1148 über Ausgangsstoffe für Explosivstoffe in Kraft getreten. Dadurch wird die bisherige Verordnung (EU) 98/2013 abgelöst.

Über die wichtigsten Änderungen gegenüber der bisherigen Verordnung informieren wir Sie und über die zu erfolgenden Änderungen. In unserem Lieferportfolio haben wir zwei Stoffe, die durch ihre Konzentration besonders im Fokus stehen: Es handelt sich dabei um Wasserstoffperoxid (50%) und Schwefelsäure (50%). Diese Stoffe dürfen wir nur nach Erhalt einer Endverbleibserklärung und Erfassung der Ausweisdaten eines Verantwortlichen beim gewerblichen Verwender verkaufen sowie mit einhergehender und erfolgter Plausibilitätsprüfung des Bedarfs des Kunden. Diese Erklärung und Überprüfung erfolgen jährlich. Sollte Ihnen der Aufwand oder die gesetzlich erforderliche Datenspeicherung zu aufwändig sein besteht natürlich die Möglichkeit auf das Alternativprodukt mit geringerer Konzentration, Schwefelsäure 37%, auszuweichen. Hier ist in der gewerblichen Verwendung keine Erfassung der Ausweisdaten erforderlich.

Gesetzlich verpflichtend!

Die Konzentrationen Schwefelsäure über 15% und unter 40% (bei uns 37%-ige Schwefelsäure) und Wasserstoffperoxid über 12% und unter oder gleich 35% Konzentration (bei uns 35%-iges H2O2) dürfen weiterhin an gewerbliche Verwender abgegeben werden unter Hinweis auf die beschränkten Ausgangsstoffe. Diesen Hinweis finden Sie auf unseren Lieferscheinen.

Umso wichtiger ist es für uns im Rahmen der Auftragserfassung mit Sorgfalt zu ermitteln, ob ein Kunde solche Ware für gewerbliche Zwecke oder für private Zwecke bezieht. Hierbei erfolgt eine Plausibilitätsprüfung, zu der wir gesetzlich verpflichtet sind.

Für Privatkunden (Abgabe von Stoffen an die Allgemeinheit) haben wir kein Wasserstoffperoxid in niedriger Konzentration in unserem Portfolio, jedoch haben wir Schwefelsäure mit einer Konzentration von 14,9% in unser Programm aufgenommen, um den Bedarf an flüssigen pH-Senkern für Privatkunden zu erfüllen.

Bitte prüfen Sie auch, ob sich für Sie und Ihr Unternehmen / Ihren öffentlichen Betrieb zusätzliche Verpflichtungen ergeben.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Entspechende Dokumente zum Download:

Weitere Informationen mit weiterführenden Links finden Sie auch hier:

Ein Marmorkiesturm oder -reaktor stellt eine verfahrenstechnisch außerordentlich verbrauchsgünstige und elegante Möglichkeit dar, den pH-Wert senkenden Einfluss des Desinfektionsmittels Chlorgas zu mildern und gleichzeitig den Abbau der Säurekapazität abzupuffern.

Warum ist also nicht bei jeder Chlorgasanlage automatisch ein Marmorkiesturm Teil des Anlagenaufbaus? Einzig Platzmangel in der zu klein dimensionierten Anlagentechnik kann ein valider Grund dafür sein. Und vielleicht die so unnötige Mühe, die man im täglichen Betrieb mit den kaum standardisierten Marmorkiestürmen im Baubestand als Betreiber hat, so zumeist:

  1. Viele Türme sind zu hoch zur bedienergerechten Befüllung.
  2. Viele Türme haben zudem eine viel zu kleine Einfüllöffnung, die nur mit Behelfsvorrichtungen (Trichter) mehr schlecht als recht teilkompensiert werden kann.
  3. Herausstehende Gewinde reißen den Marmorkiessack auf, Marmorkies wird verschüttet.
  4. Unnötiger Befüllvorgang weil der Füllstand nicht gut erkennbar ist.

Wir, vom team AquaTec, haben uns Gedanken gemacht und einen Marmorkiesturm entwickelt, der alle üblichen Probleme vermeidet und löst.

Der „PE 260“ ist mit einer Einfüllhöhe (Oberkannte PE) von 140 cm sehr komfortabel befüllbar (siehe Punkt 1. Der Problemliste). Die Oberseite des PE 260 stellt eine Befüllöffnung mit einem Durchmesser von 300 mm zur Verfügung in welche sehr einfach eine Sackbefüllung vorgenommen werden kann (siehe Punkt 2.).

 

Mit einer Befüllung von ca 350kg erreicht er hervorragend lange Standzeiten und reduziert die Anzahl der Befüllvorgänge.

Der Marmorkiesturm wird in der Produktion auf einen Überdruck von 1,5 bar auf Dichtheit geprüft, im Betrieb öffnet das Sicherheitsventil jedoch bereits ab 0,75 bar Überdruck. Diese Reserve ist notwendig für den Fall von Druckspitzen.

Noch viel wichtiger ist die an das Sicherheitsventil angeschlossene Überlaufanordnung: bei Überdruck oder sonstiger Fehlfunktion wird Desinfektionslösung unkontrolliert abgeführt.
Ein Ausgasen von Chlor direkt im Technikraum ist eine zwangsläufige Folge, die sich in kürzester Zeit zu einem Chlorgasausbruch entwickeln kann. Durch die Überlaufanordnung wird
Flüssigkeit in der Ablaufleitung erkannt und mit dem Kontakt können automatisch gezielte Gegenmaßnahmen, wie z.B. das Abschalten der Treibwasserpumpe, eingeleitet werden. Um einen ungewollten Wiederanlauf zu vermeiden, ist der elektrische Signalgeber in einer Flüssigkeitsfalle untergebracht, die so als physikalischer Störmeldespeicher dient. Erst nach Fehleranalyse und Schadensbehebung sowie der manuellen Entleerung der Überlaufanordnung durch das geschulte Betriebspersonal ist ein erneutes Zuschalten der Anlage möglich. Diese einfache Lösung erhöht das Sicherheitsniveau der Anlage signifikant.

Durch Marmorkiestürme strömt permanent hochkonzentrierte Chlorlösung. Diese löst über Jahre die Weichmacher aus den Materialien und führt auf Dauer zur Versprödung des Materials. Die Überprüfung der Marmorkiestürme muss aus diesen Gründen nach spätestens 10 Jahren erfolgen und ein Austausch der Marmorkiestürmen sollte nach spätestens 15 Jahren vorgesehen werden.

Überprüfen Sie Ihren Bestand dahingehend und fragen Sie nach unserem neuen „PE 260“!

 

 

 

 

 

 

Moderne Wasseranalyse für Pools und Schwimmbäder.
Einfach. Präzise. Schnell. Das LILIAN System ist die Innovation für die Wasseranalyse von heute. Und damit unverzichtbar für jedes Schwimmbad, jeden Pool und jeden Spa-Bereich.

IHRE WASSERMESSWERTE AUF KNOPFDRUCK
Kabellos, kompakt und mit einer Hand bedienbar – das ist das LILIAN Handmessgerät zur umfassenden Bestimmung Ihrer Wasserqualität auf Knopfdruck.

 

// SCHNELL
Mit dem LILIAN-Messsystem verwenden Sie für die Messungen nur einen Bruchteil der Zeit. Stundenlange Messrunden sind jetzt in Minuten erledigt.

// EINFACH
Den SensoStick in das LILIAN einstecken, mit der App verbinden und Start drücken – fertig. Der restliche Vorgang erfolgt automatisch – Messfehler ausgeschlossen.

// PRÄZISE
Das LILIAN erfüllt alle Anforderungen für den Einsatz in öffentlichen Bädern. Die Ergebnisse sind dabei absolut unabhängig vom Mitarbeiter,der die Messung durchgeführt hat.
Zudem kalibriert sich das LILIAN laufend selbst neu. Dadurch sparen Sie sich die aufwändigen Kalibrationen und können stets sicher sein, die korrekten Ergebnisse erzielt zu haben.

// SICHER UND NACHHALTIG
Kein lästiges Hantieren mit Chemie mehr. Dadurch schützen Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. Zudem ist das System sehr umweltfreundlich:
Es werden bei den Messungen nur sehr geringe Chemikalienmengen eingesetzt. Die SensoSticks können zudem an uns zurück gesandt und so umweltfreundlich recycelt werden.

 

 

Einfach den SensoStick in das LILIAN einstecken, mit der App verbinden und Start drücken. Der restliche Messvorgang erfolgt automatisch in unter einer Minute. Die Messwerte werden auf dem mitgelieferten Smartphone angezeigt und auch dort gespeichert. Die Daten können als Excel- oder Textdatei exportiert/verschickt werden.

Keine Chemie mehr? Richtig.

Bei bekannten photometrischen Messverfahren erfolgt eine Vor- und Nachbereitung des chemischen Tests. Dies entfällt beim LILIAN, denn der SensoStick enthält vorkonfektioniert die genau richtige Menge an Reagenz. So ist das Mess-Resultat nicht mehr abhängig von der Genauigkeit der Vorbereitung des chemischen Tests, sprich der genauen Menge an Tropfen oder der Qualität des Mörservorganges. Die SensoSticks werden von uns zurückgenommen und entsorgt.

 

 

Produkt Artikelnummer Preis zzgl. MwSt.
LILIAN Starterset Pro Large, inkl.

·      Koffer in Größe L

·      LILIAN Handmessgerät

·      Smartphone Gigaset GX290 mit der LILIAN App zur Anzeige der Messwerte komplett vorinstalliert und eingerichtet

·      3 Messbecher zur Probenahme

·      1 Wartungskit

·      1 Messhalter, um das LILIAN Handmessgerät zur Messung in
einem Dock zu halten

8671                                               1.499,00 EUR
LILIAN Handmessgerät einzeln 8673                                                 949,00 EUR
LILIAN Messhalter 8478                                                   49,00 EUR
LILIAN Koffer groß mit Inlay 8722                                                  119,00 EUR
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LILIAN Service Kit 8724                                                  25,00 EUR
LILIAN Messbecher 8725                                                    3,00 EUR
LILIAN Becherträger 10-fach 8726                                                  29,00 EUR

 

Was wird gemessen?

Auf einem einzigen SensoStick „Pool“ sind vier Nachweise integriert. Einfach den SensoStick in das LILIAN einstecken, mit der App verbinden und Start drücken. Der restliche Messvorgang erfolgt automatisch in unter einer Minute. Gebundenes  Chlor wird vom System ermittelt. Die Messgenauigkeit entspricht der DIN19643.

 

Messparameter Messgenauigkeit Messbereich
pH-Wert +- 0,03 6,3 – 8,5
freies Chlor +-0,03 mg/l 0,03 – 4,00 mg/l
Gesamtchlor +-0,03 mg/l 0,03 – 4,00 mg/l

 

Produkt Artikelnummer Preis zzgl. MwSt.
LILIAN Sensostick „Pool“, 10er Pack 8708                                                           14,90 EUR
LILIAN Sensostick „Pool“, 250er Pack 8672                                                       299,00 EUR

Ab 2021 werden weitere SensoSticks zur Verfügung stehen. Geplant sind Säurekapazität, Chlordioxid und viele mehr.

 

Sparen Sie mit dem LILIAN!

 

Bisherige Kosten Kosten mit LILIAN
Pro Einheit Pro Monat & Becken Pro Einheit Pro Monat & Becken
Material Chemikalien 0,27 € pro Messrunde 24,30 € 1,20 € pro Senso Stick              108,00 €
Zubehör 0,07 € pro Messrunde 6,30 € Kein Zubehör                  0,00 €
Wartung und Kalibration 0,03 pro Messrunde 2,70 € Keine Kalibrierung nötig                  0,00 €
Zwischensumme                                                  36,00 €                                                    108,00 €
Personal Messung 5 Minuten 1,57 € 141,30€ 1 Minuten 0,61 €               27,90 €
Reinigung und Entsorgung 1 Minuten 0,31 € 27,90 €
Dokumentation 0
Zwischensumme                                                169,20 €                                                       27,90 €
GESAMT                                                205,20 €                                                     135,90 €

Annahme:  Mittlere Personalkosten in Deutschland für Meisterfachkraft für Bäderwesen 18,75 EUR / Stunde AG-brutto

 

Die Zeitersparnis schwankt je nach Nutzerverhalten und -können, aus Erfahrungsberichten konnte jedoch die Einsparung pro Messung (Einsparung 5 Minuten) verifiziert werden.

Pro Becken sparen Sie also nun pro Monat 69,30 €, sprich: mit beispielsweise 4 Becken 277,20 € pro Monat. Die Anschaffungskosten von 1.499,00 € für ein LILIAN Starterkit L sind also in gut 5 Monaten bereits eingespart.

 

Videoanleitungen zu den Messungen:

 

Support – Erklärvideos:

Wenn ich die LILIAN App auf meinem Datenvisualisierungsgerät (Smartphone/Table) downloaden und installieren will: https://www.youtube.com/watch?v=7_4KPuSV2uI

Das LILIAN reagiert nicht – LILIAN überbrücken, hard reset:
https://www.youtube.com/watch?v=92DzYDRIdcw

Probewasser wird nicht eingezogen – Dichtungen und Klammern wechseln:
https://www.youtube.com/watch?v=dDnqYM_XD9g

 

Gehen Sie den nächsten Schritt!

Speichern Sie Ihre Messdaten elektronisch auf dem LILIAN Manager. Das LILIAN Handmessgerät kann die Messdaten über die LILIAN App an den LILIAN Manager übermitteln.

 

Der LILIAN Manager ist ein kostenpflichtiger Cloudspeicher (ab 2 Becken), der über viele zusätzliche Funktionen verfügt. Sie können stets verfolgen, welcher Mitarbeiter zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort die spezifischen Parameter gemessen hat. Erstellen Sie Reports, exportieren Sie die Daten und lassen Sie sich vom Alarmsystem benachrichtigen, wenn auffällige Messergebnisse aufgezeichnet werden!

 

Monatliche Kosten Lilian Manager:

Becken bis 1 bis 5 bis 20 bis 50
0 € 9 € 19 €                                      29 €
+ Zuschlag pro Schnittstelle 0 € +9 € +19 €                                   +29 €

Der LILIAN Manager wird von unserem Partner LILIAN LABS GmbH betrieben, Sie schließen hierzu keinen Vertrag mit AquaTec ab.

 

 

Einleitung

Restdrucksicherung – hier weiterlesen!

Neutralisationsanlage – hier weiterlesen!

Leermeldeeinrichtung / Vakuumüberwachung  – hier weiterlesen!

 

// EINLEITUNG

Die DIN 19606 regelt den Einsatz von Chlorgasdosieranlagen zur Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasser), Schwimm- und Badebecken- sowie Betriebswasser und zur Behandlung von Kühl- und Abwasser eingesetzt werden.

Die neu erschienene DIN 19606 – 2020 enthält einige Neuerungen. Der Vorgang der Normungsgebung ist von verschiedenen Einflüssen getrieben und wird im Vorfeld der Normenerstellung oder -überarbeitung oftmals kontrovers diskutiert. So auch im Fall der DIN 19606. Hier wurde es leider versäumt fachlich begründete Bedenken ausreichend in der Neufassung zu berücksichtigen. Somit ist es, nach unserer Meinung, zu der Veröffentlichung einer schwachen Norm gekommen.

Widersprüche in der Auslegung

Wir, das team AquaTec, haben uns dagegen entschieden, die Steilvorlage der DIN 19606 für die Restdrucksicherung zu nutzen und mit den Restdrucksicherungen Geschäft zu machen. Wir sehen durch den Einsatz der Restdrucksicherung eine Verschiebung der Gefährdung zum Betreiber verbunden mit einer allgemeinen technischen Verschlechterung der Sicherheit von Chlorgasanlagen. Aus diesem Grund haben wir den runden Tisch gesucht und bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit Herstellern und Normenvertretern auch gefunden. Unsere Eingaben deckten sich gänzlich mit der Sichtweise der DGUV, die inzwischen auch eindeutig zur Restdrucksicherung ablehnend Stellung bezogen hat (www.dguv.de/de/praevention/fachbereiche_dguv/gesund_wohlfahrt/sg-baeder/index.jsp). Schade ist, dass die Betreiber in Deutschland nun mit widersprüchlichen Verlautbarungen konfrontiert sind, zum einen die vorliegende DIN 19606 und zum anderen die Stellungnahme des DGUV.

Was kann oder muss man als Betreiber nun machen?

Die nachfolgenden Absätze stellen unsere Sichtweise zur Restdrucksicherung, aber auch zu den anderen Neuerungen der DIN 19606 dar. Sie können von Ihnen als Betreiber gerne für Ihre Gefährdungsbeurteilung oder zur Dokumentation und Begründung Ihrer Entscheidung zur Restdrucksicherung verwendet werden. Für einen hoffentlich nie eintretenden Havarie-Fall dokumentieren Sie so, dass Sie sich Gedanken gemacht haben, abgewogen haben und somit „Sorge getragen“ haben.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unseren Außendienstmitarbeiter oder an die DGUV direkt: www.dguv.de/de/praevention/fachbereiche_dguv/gesund_wohlfahrt/sg-baeder/index.jsp

 


Lesen Sie weiter:

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Restdrucksicherung – hier weiterlesen!

Neutralisationsanlage – hier weiterlesen!

Leermeldeeinrichtung / Vakuumüberwachung  – hier weiterlesen!

 

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// RESTDRUCKSICHERUNG

Das Bekanntwerden von Korrosionsschäden bei zwei Chlorgasflaschen 2013 und 2014 führte zu der Vermutung, dass die Ursache beim Eindringen von Fremdstoffen bzw. Feuchtigkeit liegen würde. Um dieses Eindringen zu verhindern hat man die Hoffnung auf die Restdrucksicherung gesetzt und diese in die Normen gebracht. Inzwischen ist man sich allerdings sicher, dass die Ursache der damaligen Korrosionsfälle naheliegenderweise bei der alle fünf Jahre anfallenden Dichtheitsprüfung der Chlorgasflaschen zu suchen ist.

Hergeleitet wurde die Begründung zur vermeindlichen Pflicht der Verwendung Restdrucksicherung von den Befürwortern letztlich aus der TRGS 745, in der DIN 19606 ist die Restdrucksicherung nur als Option dargestellt. Hier nachfolgend die relevanten Auszüge aus der TRGS 745:

„4.3.3 Maßnahmen zur Vermeidung von Gas- bzw. Stoffunverträglichkeiten

….

  1. Bei ortsbeweglichen Druckgasbehältern für oxidierende Gase … ist durch geeignete Maßnahmen (z. B. Aufheizen, Entleeren, Evakuieren, Wiegen) oder technische Einrichtungen (z. B. Restdruckventile) sicherzustellen, dass die ortsbeweglichen Druckgasbehälter vor dem Wiederbefüllen keine Flüssigkeitsmengen enthalten, die gefährliche Korrosion auslösen können. …“

Die Regel selbst beschreibt mit „Evakuieren“ (wie bei der in der Schwimmbadchlorung eingesetzten Voll-Vakuumtechnik) eine geeignete Maßnahme, die das Eindringen von korrosionsfördernden Flüssigkeitsmengen verhindert, das Vakuumregelventil mit seiner Membrane sowie die Sicherheitseinheit verhindern ein Eindringen von Fremdstoffen. Die Restdrucksicherung ist hierzu nur eine ergänzende und alternative technische Einrichtung und auch nur beispielhaft genannt.

Weiteres Zitat aus der TRGS 745:

„4.5 Entleeren von ortsbeweglichen Druckbehälter

….

(5) Druckgasbehälter dürfen nur so entleert werden, dass ein Rückströmen von Fremdstoffen in die Druckgasbehälter verhindert wird. Das Eindringen von Fremdstoffen kann z. B. dadurch verhindert werden, dass noch ein Überdruck (Restdruck) im entleerten Druckgasbehälter verbleibt. …“

Die Restdrucksicherung wird auch an dieser Stelle der TRGS als Beispiel genannt, nicht als die einzige Lösung für das Problem. Wie oben beim Punkt 4.3.3 der TRGS 745 bereits ausgeführt stellt die Vollvakuumtechnik schon hierfür die geeignete Lösung im Betrieb dar.

Wir halten fest: über die TRGS 745 kann aus dem Betrieb keine Verpflichtung für eine Restdrucksicherung abgeleitet werden, denn die technischen Einrichtungen bei der in Bädern (nach DIN19606) vorhandenen  Vollvakuumtechnik sorgen dafür, dass keine Fremdstoffe in die Chlorgasflasche eindringen.

Schauen wir uns nun aber noch den Vorgang des Flaschenwechsels genauer an:
Im betrieblichen Ablauf muss die Chlorgasflasche nach Entleerung geschlossen werden, BEVOR das Vakuumregelventil abgenommen wird. Wir meinen, dass diese Betriebsanweisung bereits eine sehr starke organisatorische Maßnahme zur Verhinderung des Eindringens von Feuchtigkeit darstellt. Auf diese Notwendigkeit wird bei jeder Schulung und in sicher jeder Betriebsanweisung auf deutlichste Weise hingewiesen. Was passiert nun, wenn dennoch der Fehler begangen wird, das Vakuumregelventil zu entfernen, während die Chlorgasflasche nach OFFEN ist?

Wenn ein Vakuumregelventil OHNE Restdrucksicherung abgenommen wird bevor die Chlorgasflasche geschlossen wurde, dann wird eine definierte Menge Umgebungsluft in die Flasche gezogen, es tritt jedoch kein Chlorgas aus! Die Auswirkungen des Eindringens von Umgebungsluft erörtern wir weiter unten. Hier das Ergebnis im Vorgriff: es sind keine korrosiven Auswirkungen auf die Chlorgasflasche zu erwarten.

Wenn ein Vakuumregelventil MIT Restdrucksicherung abgenommen wird bevor die Chlorgasflasche geschlossen wurde, dann schießt eine definierte Menge Chlorgas aus der Chlorgasflasche in den Lagerraum (wegen des Restdrucks). Es entsteht hier eine potentiell tödliche Gefahr für den Betreiber.

Hier die Gefahrmatrix für die Abnahme des Vakuumregelventils mit/ohne Restdrucksicherung VOR Verschluss der Chlorgasflasche:

 

Vorgang Betriebspersonal Chlorgasflasche
Ohne Restdrucksicherung:
die Umgebungsluft wird in die Flasche gezogen.
kein signifikanter Austritt von Chlorgas zu erwarten, keine Schädigung des Personals. ca. 44 Gew% Wasser werden eingezogen – kein Schaden zu erwarten (siehe weiter unten).
Mit Restdrucksicherung:
Chlorgas wird aus der Flasche in den Chlorgasraum gedrückt (wegen Restdruck).
Betreiber wird dem Chlorgas exponiert, Chlorgasalarm, die Sprinkleranlage springt an und Materialschädigung im Chlorgasraum sind zu erwarten. Keine Eintritt von Umgebungsluft; Folgegefahr der Schädigung des Flaschenventils durch Sprinklerwasser.

Wie man nun leicht erkennen kann, stellt die Verwendung der Restdrucksicherung eine signifikante Gefahrenerhöhung für das Betriebspersonal dar.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (Sachgebiet Bäder, Herausgeber der Regeln für den Betrieb von Bädern DGUV-Regel 107-001) hat sich ebenso mit der Frage beschäftigt und kommt ebenso zum Schluss, dass hier eine Risikoerhöhung stattfindet:

https://www.dguv.de/de/praevention/fachbereiche_dguv/gesund_wohlfahrt/sg-baeder/faq/index.jsp

 

„Frage: Welche Auswirkungen hat eine Restdrucksicherung auf das Betriebspersonal in Bädern? “

„Antwort: Bei Vorhandensein einer Restdrucksicherung an der Chlorgasdosieranlage ist die Exposition mit Chlorgas beim Wechsel des Chlorgasbehälters höher als ohne Restdrucksicherung.“

 

Wer eine Restdrucksicherung einsetzen möchte, muss eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, in welcher der zusätzliche Chlorgasaustritt beim Flaschenwechsel berücksichtigt wird.

Der Satz „sollte bauartbedingt aus der Restdrucksicherung ein Chlorgasaustritt erfolgen, darf diese Bauart der Restdrucksicherung nicht zum Einsatz kommen.“ hat Sprengkraft. Warum?

In allen auf dem Markt befindlichen Vakuumregelventilen MIT Restdrucksicherung wurde ein zusätzliches Volumen für die konstruktive Einbringung der Restdrucksicherung geschaffen. Dieses Volumen befindet sich immer auf der Druckseite des Vakuumregelventils. Bei Verschluss der Chlorgasflasche befindet sich dann Chlorgas unter Druck in diesem – wegen der Restdrucksicherung geschaffenen – zusätzlichen Volumen. Trennt man nach Verschluss der Chlorgasflasche notwendigerweise dann das Vakuumregelventil von der Chlorgasflasche, tritt diese unter Druck stehende Chlorgasmenge unweigerlich aus. Somit spricht die DGUV ein faktisches Verbot aller auf dem Markt existierenden Restdrucksicherungen aus.

Mit folgendem Absatz…

„Im Idealfall wäre eine Restdrucksicherung in das Flaschenventil integriert. Hierdurch wird einerseits die austretende Chlorgasmenge verhindert und zum anderen ein Eintritt von Fremdstoffen in den Chlorgasbehälter vermieden.“

…fordert die DGUV letztlich die Hersteller dazu auf alternative Ansätze für eine Restdrucksicherung zu verfolgen und die Funktion Restdruck in das Flaschenventil zu integrieren.

Wir haben nun ermittelt, dass OHNE Restdrucksicherung der schlimmste eintretende Fall ist, dass bei einem Bedienfehler (Abnehmen des Vakuumregelventils VOR Verschluss der Chlorgasflasche) Umgebungsluft in die Flasche gezogen wird. Es kann aber durch das Ansaugen von Umgebungsluft nicht dazu kommen, dass eine so große Menge an (Luft-)Feuchtigkeit in die Flasche gezogen wird, dass daraufhin Korrosion in der Chlorgasflasche verursacht wird. Warum?

Die DIN 15363 beschreibt die Qualität von Chlorgas und definiert darin auch die maximale Menge an Wasser, nämlich 20mg/kg Chlor.


Auszug aus der DIN15363:

Produkte zur Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser – Chlor; Deutsche Fassung EN 15363:2014

4.3 Verunreinigung und Nebenbestandteile

Das Produkt muss mit den in Tabellen 1 angegebenen Anforderungen übereinstimmen.

Tabelle 1 – Verunreinigung

Verunreinigung Grenzwert
mg/kg Produkt
Feuchtigkeit (H2O) 20
Stickstoffrichlorid (NCI3) 20

Dies entspricht einem Masse-Prozentanteil von 0,02%.

Bei einer Füllmenge in einer 65kg Chlorgasflasche darf sich also maximal 1,3 g H2O befinden (65kg * 20mg/kg = 1300mg = 1,3g).

Chlorgasflaschen müssen hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit auf Korrosion auf die maximalen Konzentrationswerte der DIN 15363 ausgelegt sein. Um weiterhin konform mit der DIN 15363 zu bleiben, dürfte bei einem Bedienfehler des Betreibers (Demontage des Vakuumregelventils bei offener Chlorgasflasche) durch das nach Leersaugen vorhandene Vakuum maximal nur ebenso viel Feuchtigkeit in die Flasche gezogen werden.

Annahmen:
– Raumtemperatur 20°C
– Luftfeuchtigkeit von 80%
– Vakuum in der Flasche 500 bis 800 mbar

  • Es strömen circa 0,44 Gew% Wasser über die Umgebungsluft in die Flasche zurück
  • Dieser Feuchtigkeitseintrag ist vergleichbar oder geringer als der Feuchtigkeitseintrag, der bei der Befüllung mit normgerechtem Chlorgas erfolgt.

Insofern stellt selbst der Bedienfehler des Betreibers (Abnahme des Vakuumregelventils VOR Verschluss der Chlorgasflasche) kein Korrosionsrisiko dar, welches den Einsatz einer Restdrucksicherung erforderlich macht.

Daher ist der Einsatz einer Restdrucksicherung in aktuell verfügbarer Bauform ein nicht notwendiges, sondern das Betreiber-Risiko erhöhendes technisches Bauteil, vor dessen Einsatz wir wie auch die DGUV dringend abraten.

 


Lesen Sie weiter:

Einleitung  – hier lesen!

Sie sind hier: Restdrucksicherung

Neutralisationsanlage – hier weiterlesen!

Leermeldeeinrichtung / Vakuumüberwachung  – hier weiterlesen!

 

Einleitung  – hier lesen!

Restdrucksicherung – hier lesen!

Sind sind hier: Neutralisationsanlage

Leermeldeeinrichtung / Vakuumüberwachung  – hier weiterlesen!

 

// NEUTRALISATIONSANLAGE

Die DIN 19606 beschreibt unter dem Punkt 6.3.2.1 die Neutralisationsanlage („Zusätzlicher Einsatz von Entchlorungsmitteln“). Sie schreibt die Neutralisationsanlage jedoch nicht zwingend vor. Warum ist dies so?

Im Punkt „6.3.1 Allgemeines“ allerdings verweist die DIN 19606 auf andere gültige Abwassergesetzte, -verordnungen und -vorschriften mittels folgender verweisender Zusammenfassung:

„Chlorgasbeseitigungseinrichtungen behandeln entweder die kontaminierte Raumluft oder Niederschlagswässer. Niederschlagswässer fallen bei Wassersprühanlagen an. Wassersprühanlagen absorbieren das Chlorgas, wobei ein Gemisch aus hypochloriger Säure und Salzsäure entsteht. Im Falle eines Chlorgasausbruches müssen die anfallenden Niederschlagswässer aus dem Chlorgasraum ohne Schaden für die Umwelt abgeleitet werden. Es ist darauf zu achten, dass sowohl Oberflächenwasser wie auch die Umgebungsluft nicht kontaminiert werden.“

Da es auch andere technische Lösungen gibt um das geforderte Ziel (kein kontaminiertes Wasser in die Umwelt oder das Klärwerk) zu erreichen, ist die Neutralisationsanlage kein MUSS. Man kann beispielsweise das Niederschlagswasser auch in einem Auffangbecken sammeln und dann dort eine Neutralisation durchführen.

Aus diesem Grund ist die Neutralisationsanlage selbst nicht zwingend als Teil der Chlorungsanlage gefordert, jedoch als technisch einfache und vermutlich auch kostengünstigste Variante in der DIN 19606 beschrieben (Stand der Technik).

Sollten Sie also über keine andere Neutralisationsmöglichkeit der Niederschlagswassers verfügen, dann ist die Neutralisationsanlage das günstigste Mittel, um den Anforderungen der DIN zu genügen.

Unter 6.3.3 wird eine Chlorgassorptionsanlage als Alternative zur Wassersprühanlage beschrieben. Wer also eine Chlorgassorptionsanlage betreibt, benötigt KEINE Wassersprühanlage und auch keine Neutralisationsanlage!

Eine Chlorgassorptionsanlage kann außerhalb des Chlorgasraumes angebaut werden und kostet mindestens 15.000 EUR. Die Lösung ist also teurer als die Kombination Wassersprühanlage/Neutralisationsanlage. Sie bietet allerdings im Gegensatz dazu auch wesentliche sicherheitstechnische Vorteile:

  • Sie kann z.B. manuell von außen aktiviert werden auch zum Beispiel beim Chlorgasflaschenwechsel
  • Sie kann automatisch bereits bei Alarmschwelle 1 aktiviert werden und dadurch ausgetretenes Chlorgas aus dem Chlorgasraum sorbieren, bevor die Konzentration im Raum die Alarmschwelle 2 erreicht und der Alarm zur Feuerwehr weitergeleitet wird
  • Gerade in Kombination mit einer automatischen Abschaltvorrichtung für die Behälterventile können hier (Fehl-)Alarme sicher verhindert werden sowie Wasserschäden an den Anlagen durch Aktivierung der Sprinkleranlage – von der gewonnenen Sicherheit für Betreiber und Umgebung ganz zu schweigen

Sehr gerne bieten wir ihnen beide Alternativen an.

 

 

 


Lesen Sie weiter:

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Restdrucksicherung – hier lesen!

Sind sind hier: Neutralisationsanlage

Leermeldeeinrichtung / Vakuumüberwachung  – hier weiterlesen!

 

 

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// LEERMELDEEINRICHTUNG / VAKUUMÜBERWACHUNG

Die DIN 19606 schreibt im Punkt 4.3.4:

„Druckmessgerät [Bild 1 bis Bild 3 (4b)], zur Anzeige des Druckes und als Leeranzeige für jeden Chlorgasbehälter. Der Druck in Chlorgasbehältern ist nur bedingt von der Füllmenge abhängig, sondern insbesondere von der Temperatur des Chlors. Das Druckmessgerät darf auch mit Kontaktgabe für die Chlorgasbehälter-Leermeldung ausgerüstet sein.
Bei versetzt permanenter Entnahme sollte jedes Druckmessgerät mit Kontaktgabe versehen werden oder alternativ ein Unterdruckmessgerät mit Kontaktgabe in der Vakuumsammelleitung installiert werden. Bei Anlagen mit automatischem Vakuum-Umschalter sollte mindestens ein Druckmessgerät mit Kontaktgabe je Behälterbatterie vorhanden sein, sofern der Vakuum-Umschalter nicht mit einer Kontaktgabe versehen ist.“

Neu ist der zweite Absatz zur versetzt permanenten Entnahme. Nachfolgend erläuternd die Begriffsbedeutung „versetzt permanente Entnahme“:

Entnahme von Chlorgas über eine Vakuumsammelleitung aus mehreren Chlorgasbehältern, an die jeweils ein Vakuumregler angebaut ist.
Anmerkung 1 zum Begriff: Das Sammelleitungssystem verfügt über keine automatische Umschalteinrichtung.

Warum schreibt man hier „sollte“ und nicht „muss“? In der Normensprache ist ein „soll“ eigentlich so stark wie ein „muss“. Dennoch muss man anmerken, dass das mit der aufgeführten Technik erreichbare Ziel auch auf anderem Wege erreicht werden kann. Dazu weiter unten mehr.

Was ist das Minimalziel der beschriebenen Technik?

Mit einer mindestens geforderten Vakuumüberwachung stellt man fest, dass das Vakuum in der Chlorgas-Sammelleitung stark ansteigt. Dies ist der Fall, sobald mehrere Flaschen leergesaugt sind. Der Unterdruck, bei welchem das Unterdruckmessgerät Signal geben soll, muss hier individuell pro Anlage eingestellt bzw. der gewünschte Auslösepunkt im Betrieb einjustiert werden (wegen diverser örtlicher Gegebenheiten unterliegenden Einflüssen herrschen unterschiedlichste Druckverhältnisse in den Vakuumleitungen).

Was passiert, wenn nachts 2 Becken gleichzeitig in eine Hochchlorung gehen und aufgrund der hohen Chloranforderungen das Vakuum ebenfalls sehr stark steigt wie wenn Flaschen leer sind? Was zeigt das Unterdruckmessgerät dann an? Es löst genauso aus. Diese Diskussion lässt sich in jede Richtung führen, es lässt sich hier mit dieser kritischen Frage zumindest klar andeuten, dass die Aussage einer Meldung des Unterdruckmessgerätes jedenfalls nicht direkt schlüssig ist und nur informativen Charakter haben kann.

Wieviel Flaschen sind bei Unterdruck X tatsächlich leer? Eine, zwei oder drei? Das ist eben leider schwankend und daher nicht präzise (weil auch die Chloranforderung sowie die Injektorleistung systembedingt variieren können) .

Wir sind der Meinung, dass die Vakuumüberwachung der Sammelleitung bzw. die Vakuumanzeige (hier genügt aber, nach unserer Meinung, die Anzeige mittels Manometer) in der Tat eine sehr interessante und wichtige Information bei der Funktionsprüfung der Chlorungsanlage und möglichen Fehlersuche ist. Wenn man aber tatsächlich eine Leermeldung wünscht, dann sollte man nach unserer Meinung die Anzeige-Manometer der Vakuumregelventile mit Kontaktmanometern austauschen, denn dann kann man die Leermeldesignale der Einzelflaschen entsprechend in der Leittechnik weiterverarbeiten. Man könnte wählen ob man nur einen Sammelalarm („eine Flasche leer“: Bedeutung ist, dass mindestens eine Flasche leer ist) oder den Status der Einzelflaschen übermittelt.

Aber zurück zum „sollte“: es ist gute betriebliche Praxis mindestens einmal am Tag den Chlorgasraum zu begehen und nach Auffälligkeiten zu kontrollieren. Bei dieser Begehung sind leere Chlorgasflaschen über die Manometeranzeige sofort im Blick.

Insofern sind wir der Meinung, dass eine gute betriebliche Praxis verbunden mit der visuellen Erkenntnis der Anzahl der leeren Flaschen mindestens gleichwertig zu der beschriebenen Technik ist und daher eine automatisierte Meldung ersetzen kann. Die Entscheidung dazu liegt aber letztlich beim Betreiber, also Ihnen, wie Sie die Gewichtung der betrieblichen Praxis einordnen.

 


Lesen Sie weiter:

Einleitung  – hier lesen!

Restdrucksicherung – hier lesen!

Neutralisationsanlage – hier lesen!

Sie sind hier: Leermeldeeinrichtung / Vakuumüberwachung

 

 

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Plakat „Willkommen in Ihrem Freibad“ zum Download:

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Plakat „Pandemieplan für Bäder“ zum Download:

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Plakat „Öffnungszeiten“ zum Download:

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Alle Desinfektionsprodukte haben viruzide Wirkung, das heißt, dass die behüllten Viren (wie z.B. alle Corona Viren) von ihnen sicher abgetötet werden.

// BESUCHERMANAGEMENT

Vor Eintrittsbereichen, Kassen und Kiosken muss ein entsprechender Schutz vor Tröpfcheninfektion hergestellt werden. Nachfolgende Möglichkeiten in verschiedenen Ausführungen bieten wir Ihnen an:

 

 

Artikelnummer Modell Preis
08225 Schutz DIN A1 „Kunststoff“ quer mit Magnetfüßen 99,00
08226 Schutz DIN A1 „Kunststoff“ quer mit Fußplatten 97,00
08227 Schutz DIN A1 „Kunststoff“ hoch mit Magnetfüßen 99,00
08228 Schutz DIN A1 „Kunststoff“ hoch mit Fußplatten 97,00
08229 Schutz DIN A2 „Kunststoff“ mit Magnetfüßen 79,00
08230 Schutz DIN A2 „Kunststoff“ mit Fußplatten 77,00
08231 Schutz DIN A1 „Kunststoff“ ausziehbar auf 190cm 139,00
08232 Schutz DIN A1 „Kunststoff“ zum Hängen 79,00
08233 Knotenkette 12,00
08234 Schutz DIN A1 „Alu“ hoch mit Durchreiche 119,00
08235 Schutz DIN A1 „Alu“ hoch geschlossen 119,00
08236 Schutz DIN A1 „Alu“ quer mit Durchreiche 119,00
08237 Schutz DIN A1 „Alu“ quer geschlossen 119,00
Alle Preise in Euro zzgl. MwSt. und Fracht
Lieferzeit ca. 2 Wochen nach Bestellung und nur nach Verfügbarkeit!

Um Besucher über die notwendigen Hygienemaßnahmen zu unterrichten und auf zu beachtenden Abstand hinzuweisen, verwenden Sie die nachfolgenden Infokleber und -aufsteller:

Artikelnummer Bezeichnung Preis/Stück
08251 Bodenaufkleber „Rechteck“ 50cmx10cm OUTDOOR 7,00
08252 Bodenaufkleber „Rechteck“ 50cmx10cm INDOOR 6,00
08253 Alu-Gehwegaufsteller wetterfest DIN A1 139,00
08268 Hinweismatte „Abstand 1,5m“ 109,00
WEITERE HINWEISTEPPICHE UND -GRÖSSEN AUF ANFRAGE

Plakate für Ihr Besuchermangament zum Download finden Sie hier: Hier klicken zu den Plakaten!

// DESINFEKTIONSSÄULE STANDARD MIT TROPFSCHALE

 

Artikelnummer Bezeichnung Preis
08238 Desinfektionsschale Standard mit Tropfschale

Technische Daten:
Gesamthöhe: 1190 mm
Fußplatte: ca. 350 mm x 250 mm
Material: Stahl
Gewicht: ca. 5.5 kg
Oberfläche: anthrazit (RAL 7016 lackiert)

Im Lieferumfang enthalten:
Hygienetower / Standfuß
Desinfektions- bzw. Seifenspender
Schraubenset zur Montage des Desinfektions bzw. Seifenspenders

Weitere Produkthinweise:
Technische Änderungen vorbehalten
Abbildung kann vom Original abweichen

299,00
08267 Ausführung in Edelstahl 349,00
06100   Universal Spender für Flüssigseifen, Hautpflegepräparate und Händedesinfektionsmittel. Alkoholbeständig.   99,00

 

// HANDDESINFEKTIONSMITTEL

Artikelnummer Bezeichnung Gebindegröße VE Preis pro Liter
03928 Nuscoman 1 Liter Flasche 10 x 1 Liter 11,00
08109 Handdesinfektionsmittel auf Ethanolbasis 1 Liter Flasche 6 x 1 Liter 8,50
08110 Handdesinfektionsmittel auf Propanolbasis 5 Liter Kanister 2 x 5 Liter 9,00
Alle Preise in Euro zzgl. MwSt. und Fracht
Lieferzeit ca. 2 Wochen nach Bestellung und nur nach Verfügbarkeit!

 

// GERÄTE ZUR FLÄCHENDESINFEKTION

Zur effizienten Aufbringung von Schnelldesinfektionsmitteln empfehlen sich neben den klassischen Ausbringungsmethoden mobile Konzepte: entweder druckluftbetrieben oder mit Akkuversorgung wird das Desinfektionsmittel auf die Flächen versprüht.
Für Saunen oder Umkleidekabinen kann mit dem Sanifog ohne Personenpräsenz ein Raum mit feinst zerstäubtem Desinfektionsnebel beaufschlagt und somit effizient desinfiziert werden. Damit kann eine intelligente und effiziente Ergänzung der Hygienekonzepte erfolgen, um den erhöhten aktuellen Anforderungen zu genügen.

Artikelnummer Bezeichnung Preis
07944 Lanzoni SCGX25 druckluftbetriebenes Sprüh- und Schaumgerät 359,00
07648 Jumbo Laser G30A Mobiler Akku-Drucksprüher 359,00
08254 Sanifog 10 l Edelstahl 990,00
08255 Sanifog 24 l Edelstahl 990,00
Alle Preise in Euro zzgl. MwSt. und Fracht

 

// FLÄCHENDESINFEKTIONSMITTEL

Wie bei allen Desinfektionsmitteln gibt es enorme Lieferengpässe. Diverse Desinfektionsmittel werden erst wieder ab Juni lieferbar sein, teilweise haben wir noch Lagerbestände von Vorläuferprodukten

Artikelnummer Bezeichnung Gebindegröße VE Preis pro Liter/Stück
08223 Schnelldesinfektionsmittel gebrauchsfertig 1 Liter Flasche 12 x 1 Liter 10,18
08182 Schnelldesinfektionsmittel 15 Liter Kanister 9,15
06925 Schnelldesinfektionsmittel SCHAUM 750ml Flasche 12 x 750 ml 10,57
08167 Vliestuchspender 5 L PE Eimer mit Entnahme 1 Stück 12,90
08269 Tücher für Vliestuchspender 6 Rollen á 90 Tücher 53,13
08121 Desinfektionsmittelkonzentrat 10 Liter Kanister 15,27
03195 Desinfektionsmittelkonzentrat (Restbestand, nur so lange Vorrat reicht) 5 Liter Kanister 15,00
Alle Preise in Euro zzgl. MwSt. und Fracht

 

// HANDPFLEGEMITTEL

Artikelnummer Bezeichnung Gebindegröße VE Preis pro Liter
03821 Camosan Hautschutz 1 Liter Flasche 1 Liter 12,32
04093 Cosan Soft Hautreinigung 1 Liter Flasche 1 Liter 3,14
04020 Camena Soft Hautpfleg 1 Liter Flasche 1 Liter 8,72

 

Sie haben Fragen zu den Produkten und möchten diese bestellen: Kontaktieren Sie jetzt unseren Außendienst – alle Infos hier!