Ein Marmorkiesturm oder -reaktor stellt eine verfahrenstechnisch außerordentlich verbrauchsgünstige und elegante Möglichkeit dar, den pH-Wert senkenden Einfluss des Desinfektionsmittels Chlorgas zu mildern und gleichzeitig den Abbau der Säurekapazität abzupuffern.

Warum ist also nicht bei jeder Chlorgasanlage automatisch ein Marmorkiesturm Teil des Anlagenaufbaus? Einzig Platzmangel in der zu klein dimensionierten Anlagentechnik kann ein valider Grund dafür sein. Und vielleicht die so unnötige Mühe, die man im täglichen Betrieb mit den kaum standardisierten Marmorkiestürmen im Baubestand als Betreiber hat, so zumeist:

  1. Viele Türme sind zu hoch zur bedienergerechten Befüllung.
  2. Viele Türme haben zudem eine viel zu kleine Einfüllöffnung, die nur mit Behelfsvorrichtungen (Trichter) mehr schlecht als recht teilkompensiert werden kann.
  3. Herausstehende Gewinde reißen den Marmorkiessack auf, Marmorkies wird verschüttet.
  4. Unnötiger Befüllvorgang weil der Füllstand nicht gut erkennbar ist.

Wir, vom team AquaTec, haben uns Gedanken gemacht und einen Marmorkiesturm entwickelt, der alle üblichen Probleme vermeidet und löst.

Der „PE 260“ ist mit einer Einfüllhöhe (Oberkannte PE) von 140 cm sehr komfortabel befüllbar (siehe Punkt 1. Der Problemliste). Die Oberseite des PE 260 stellt eine Befüllöffnung mit einem Durchmesser von 300 mm zur Verfügung in welche sehr einfach eine Sackbefüllung vorgenommen werden kann (siehe Punkt 2.).

 

Mit einer Befüllung von ca 350kg erreicht er hervorragend lange Standzeiten und reduziert die Anzahl der Befüllvorgänge.

Der Marmorkiesturm wird in der Produktion auf einen Überdruck von 1,5 bar auf Dichtheit geprüft, im Betrieb öffnet das Sicherheitsventil jedoch bereits ab 0,75 bar Überdruck. Diese Reserve ist notwendig für den Fall von Druckspitzen.

Noch viel wichtiger ist die an das Sicherheitsventil angeschlossene Überlaufanordnung: bei Überdruck oder sonstiger Fehlfunktion wird Desinfektionslösung unkontrolliert abgeführt.
Ein Ausgasen von Chlor direkt im Technikraum ist eine zwangsläufige Folge, die sich in kürzester Zeit zu einem Chlorgasausbruch entwickeln kann. Durch die Überlaufanordnung wird
Flüssigkeit in der Ablaufleitung erkannt und mit dem Kontakt können automatisch gezielte Gegenmaßnahmen, wie z.B. das Abschalten der Treibwasserpumpe, eingeleitet werden. Um einen ungewollten Wiederanlauf zu vermeiden, ist der elektrische Signalgeber in einer Flüssigkeitsfalle untergebracht, die so als physikalischer Störmeldespeicher dient. Erst nach Fehleranalyse und Schadensbehebung sowie der manuellen Entleerung der Überlaufanordnung durch das geschulte Betriebspersonal ist ein erneutes Zuschalten der Anlage möglich. Diese einfache Lösung erhöht das Sicherheitsniveau der Anlage signifikant.

Durch Marmorkiestürme strömt permanent hochkonzentrierte Chlorlösung. Diese löst über Jahre die Weichmacher aus den Materialien und führt auf Dauer zur Versprödung des Materials. Die Überprüfung der Marmorkiestürme muss aus diesen Gründen nach spätestens 10 Jahren erfolgen und ein Austausch der Marmorkiestürmen sollte nach spätestens 15 Jahren vorgesehen werden.

Überprüfen Sie Ihren Bestand dahingehend und fragen Sie nach unserem neuen „PE 260“!