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Schwimm- und Badebeckenwasser unterliegt dem Bundesseuchengesetz!

Nach § 11 des Bundesseuchengesetzes muss „Schwimmbeckenwasser in öffentlichen BĂ€dern oder Gewerbebetrieben so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch eine SchĂ€digung der menschlichen Gesundheit durch Krankheitserreger nicht zu befĂŒrchten ist.“

Um diese Forderung zu erfĂŒllen, ist die Aufbereitung und eine Desinfektion des Badebeckenwassers notwendig. Als Desinfektionsmittel werden Chlor und Chlorverbindungen eingesetzt. Diese dĂŒrfen in den Anwendungskonzentrationen keine GesundheitsgefĂ€hrdung fĂŒr den Badenden und fĂŒr das Personal darstellen.

Zum Thema:
DIN 19643: Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser
Nach der neugefassten DIN 19643, Teil 1 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“, vom April 1997 soll der Gehalt an freien Chlor im Beckenwasser 0,3 - 0,6 mg/l, fĂŒr Wasser in Warmsprudelbecken
0,7 - 1,0 mg/l, betragen.
FĂŒr gebundenes Chlor ist ein oberer Wert von 0,2 mg/l fĂŒr Reinwasser und Wasser in allen Beckenarten festgelegt worden. Eine Ausnahme hiervon sind Kaltwassertauchbecken < 2mÂł Inhalt, hier gilt nur der Wert von 0,3 - 0,6 mg/l freies Chlor.
Der Gehalt an Trihalogenmethanen (THMs, berechnet als Chloroform) im Beckenwasser soll den Wert von 0,020 mg/l (20 ”g/l) nicht ĂŒberschreiten. Trihalogenmethane sind unvermeidbare Nebenreaktionsprodukte der Chlorung und gelten, wie auch das gebundene Chlor, als gesundheitsgefĂ€hrdend.
FĂŒr die weiteren Hygiene-Hilfsparameter, pH-Wert und Redox-Spannung sind in der DIN 19643, Teil 1, ebenfalls untere und obere Werte fĂŒr Rein- und Beckenwasser festgelegt worden. So soll in diesen WĂ€ssern ein pH-Wert bei SĂŒĂŸwasser von pH 6,5 - 7,6, bei Meerwasser von pH 6,5 - 7,8 vorliegen.
Die Redox-Spannung soll in AbhĂ€ngigkeit vom pH-Wert bei SĂŒĂŸwasser 750 - 770 mV, bei Meerwasser 700 - 720 mV betragen.
Das freie Chlor, sowie der pH-Wert sind nach DIN 19643 kontinuierlich zu messen, zu regeln und aufzuzeichnen.
Dazu mĂŒssen fĂŒr jedes Schwimm- und Badebecken (Ausnahme: Kaltwassertauchbecken < 2mÂł Inhalt) automatisch geregelte Dosieranlagen fĂŒr die Chlorung und die pH-Wert-Einstellung installiert sein.
Die Redox-Spannung ist nach DIN 19643 nur mit ortsfesten MessgerÀten kontinuierlich zu messen und aufzuzeichnen.